Südosteuropäisch-Bulgarisches Kulturinstitut in Ellwangen

Die traditionelle deutsch-bulgarische Beziehungen finden eine besonders gute und produktive für beide Seiten Fortsetzung und Weiterentwicklung in einem vereinten Europa.

 

Zum 40. Methodiustag im Mai 2010 kam der Minister ohne Portefeuille, Prof. Dr. Bojidar Dimitrov, der auch Direktor des Nationalen Historischen Museums der Republik Bulgarien in Sofia war und ist, nach Ellwangen. Im Anschluss an diesen Besuch kam im Laufe der Gespräche der Gedanke auf, in Ellwangen ein „Südosteuropäisch-Bulgarisches Kulturinstitut“ einzurichten. Der Plan wurde nach Erarbeiten eines Vorhabenentwurfs in der Arbeitsgruppe IV – Bildung, deutsche Sprache, Wissenschaft und Kultur – in der 5. Sitzung der Gemischten Regierungskommission Baden-Württemberg – Bulgarien am 2./3. November 2010 in Stuttgart in Anwesenheit von Herrn Oberbürgermeister Hilsenbek besprochen. Auf Grund der Besprechung wurde ein Prüfungsauftrag erteilt, der zu den weiteren Planungen führte.

 

Unterzeichner der Vereinbarung

Für die Stadt Ellwangen:  Oberbürgermeister Karl Hilsenbek 

Für das Ministerium für Kultur der Republik Bulgarien:  Herr Borislav Filyov 

 

Oberbürgermeister Hilsenbek unterrichtete den Ausschuss für Kultur, Touristik, Sport und Soziales am 24.11.2010 und den Gemeinderat am 16.12.2010. In den folgenden Monaten wurde das erforderliche Raumprogramm des Kulturinstituts besprochen und ebenso dessen personelle Besetzung. Dabei ergab sich, dass die Stadt Ellwangen nach Sondierungen der Räumlichkeiten in der Stadt im Palais Adelmann einen Raum für die Bibliothek des Kulturinstituts und einen Arbeitsraum für den Leiter desselben zur Verfügung stellen wollte, ebenso die Möglichkeit Ausstellungen in der Stadt Ellwangen durchzuführen und im Vortragssaal des Palais Adelmann Tagungen und Vorträge in Absprache mit den übrigen Nutzern des Vortragssaals abzuhalten. Die Republik Bulgarien sollte den Leiter/Leiterin des Kulturinstituts im Palais Adelmann stellen. 

 

Das „Südosteuropäisch-Bulgarische Kulturinstitut in Ellwangen“ wurde anlässlich des Methodiustages am 28. Mai 2011 im Rahmen der deutsch-bulgarischen wissenschaftlichen Tagung zum Thema „Die europäische Kultur und das Wirken der hll. Kyrill und Methodius“ der Öffentlichkeit übergeben. Die Tagung war von der Baden-Württemberg Stiftung umfassend gefördert worden. Das Kulturinstitut wurde von den Vertretern des politischen Kabinetts des Vize-Ministerpräsidenten und Finanzministers Simeon Dyankov, der Staatsagentur „Archive“, der Universität St. Kliment Ohridski in Sofia, des Forschungszentrums Kyrill und Methodius der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, des Nationalen Historischen Museums, der Agentur für nachhaltige Entwicklung und Eurointegration (ASDE), der Umweltallianz e.V., der Stiftung „Bulgarisches Gedächtnis und der allbulgarischen Stiftung „Tangra-TanNakRa“ getragen, die auch den Grundstock für die wissenschaftliche Bibliothek mit über 400 Bänden legten, die bereits im Palais Adelmann aufgestellt ist. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart und der Stadt Ellwangen wurde die Einrichtung des Kulturinstituts vorgenommen. Nach einem Besuch von Oberbürgermeister Hilsenbek und Prof. Dr. Eberl in Sofia mit weiteren Gesprächen in den wissenschaftlichen und politischen Institutionen Bulgariens in Sofia Ende November 2011 wurde die Entwicklung des Kulturinstituts fortgeführt. 

 

Im Frühjahr 2012 wurde durch Vize-Ministerpräsident und Finanzminister Simeon Dyankov und seinen Mitarbeitern das Kulturinstitut zu einer Außenstelle des Bulgarischen Kulturinstituts Berlin mit den sich daraus ergebenden Finanzierungsmöglichkeiten des Südosteuropäisch-Bulgarischen Kulturinstituts in Ellwangen. Grundlage für die weitere Entwicklung des Ellwanger Kulturinstituts ist eine Vereinbarung zwischen der Stadt Ellwangen und dem Ministerium für Kultur der Republik Bulgarien, in der die Stadt Ellwangen auf vorläufig fünf Jahre die Räumlichkeiten im Palais Adelmann und die dazu erforderliche Infrastruktur kostenfrei zur Verfügung stellt, die Republik Bulgarien hingegen die real entstehenden Kosten für die Räumlichkeiten, Telefon und Internet übernimmt und das Ministerium für Kultur die Besetzung der Personalstelle des Leiters/Leiterin des Kulturinstituts mit einer im Kulturleben Bulgariens erfahrenen Persönlichkeit vornimmt.

 

 

1. Bild - von links nach rechts:  Frau Snejana Yoveva-Dimitrova Herr Stefan Daskalov, Umweltallianz e.V., Sofia  Herr Ltd. Ministerialrat Joachim Uhlmann, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart  Frau Stadträtin Irmgard Hieber (SPD)  Herr Stadtrat Rolf Merz (CDU), Fraktionsvorsitzender  Herr Stadtrat Gunter Frick (FW-FBE), Fraktionsvorsitzender  Herr Stadtrat Berthold Weiß (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender

 

  

 

 

 

 

 

 

2. Bild - von links nach rechts 

  • 1. Reihe  Frau Antoaneta Baycheva, Generalkonsulin der Republik Bulgarien in München Frau Marija Kazandjieva, Rechtsberaterin in der Ministerratsverwaltung  Herr Karl Hilsenbek, Oberbürgermeister  Herr Borislav Filyov, Leiter des Bulgarischen Kulturinstituts in Berlin  
  • 2. Reihe (von links nach rechts)  Frau Stadträtin Irmgard Hieber (SPD)  Frau Snejana Yoveva-Dimitrova, Advisor at the Political Cabinet of the Vice-Prime Minister and Minister of Finances  Frau Borislava Shtereva, Leitende Expertin „Kulturpolitik“  
  • 3. Reihe  Herr Stadtrat Berthold Weiß (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender Herr Ltd. Ministerialrat Joachim Uhlmann, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart  Herr Kristian Milenov, ASDE Ecoregions, Sofia Herr Stefan Daskalov, Umweltallianz e.V., Sofia  
  • 4. Reihe  Herr Dimitar Ivanov, Rechtsberater in der Ministerratsverwaltung  Herr Prof. Dr. Immo Eberl  
  • Teilnehmer an der Veranstaltung aber nicht auf dem Bild:  Vorsitzender der Gemeinderats-Fraktion CDU, Rolf Merz  Vorsitzender der Gemeinderats-Fraktion FW-FBE, Gunter Frick 

 Quelle: http://www.ellwangen.de/index.php?id=506 

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